Caritasverband Deutschland
02.04.19

Bundesumweltministerin Svenja Schulze startet Stromspar-Check Aktiv - Beratungsangebot von Caritas und Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen reduziert Energiekosten und CO2-Emissionen

Seit über zehn Jahren bietet der Stromspar-Check Haushalten mit geringem Einkommen eine individuelle Energiesparberatung. Mehr als 800.000 Menschen haben so ihr knappes Budget und das Klima entlasten können. Das erfolgreiche Projekt des Deutschen Caritasverbandes (DCV) und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) e. V. gibt es bundesweit in rund 150 Städten und Gemeinden – unter anderem auch in Münster.

 

Anlässlich des zehnjährigen Standortjubiläums besuchte Bundesumweltministerin Svenja Schulze das Münsteraner Stromspar-Team. Höhepunkt der Veranstaltung war die Überreichung des Förderbescheids für die kommenden drei Jahre durch die Ministerin an das Bundesprojekt. Unter dem Namen „Stromspar-Check Aktiv“ wird das Thema Klimaschutz im Alltag in den Fokus der Beratungen rücken. Das Projekt steht dabei im Kontext einer sozialen Energiewende für alle und des Klimaschutzes als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

 

Für den Vizepräsidenten des Deutschen Caritasverbandes Heinz-Josef Kessmann „bietet der Stromspar-Check Menschen mit geringem Einkommen Prävention vor Energiearmut und schafft darüber hinaus Arbeitsplätze, Beschäftigung und Qualifikation für ehemals langzeit-arbeitslose Frauen und Männer.“

 

Der Vorstandsvorsitzende des eaD Michael Geißler unterstreicht: „Klimaschutz ist die Herausforderung unserer Zeit. Der „Stromspar-Check Aktiv“ zeigt mit seinen neuen Aktionen wie einfach es sein kann, sich klimaschonend zu verhalten und dabei auch noch Kosten zu sparen.“

 

Seit 2008 haben die Stromsparhelferinnen und Stromsparhelfer rund 320.000 Haushalte besucht und zum Strom- und Wasserverbrauch sowie zum Heizen und Lüften beraten. Dabei wurden kostenfreie Energiesparartikel im Gesamtwert von 20 Millionen Euro installiert. Außerdem konnten knapp 17.000 Haushalte im Rahmen des Projektes mit einem Wert-Gutschein ihr altes Kühlgerät gegen ein energieeffizientes A+++-Gerät austauschen.

 

Insgesamt haben diese Haushalte – vor allem Bezieher von Arbeitslosengeld II, Wohngeld oder Sozialhilfe – bisher 350 Millionen Euro eingespart. Die CO2-Reduktion summiert sich auf fast 550.000 Tonnen. Die Kosteneinsparungen pro Haushalt liegen zwischen 100 und 250 Euro pro Jahr.

 

Zudem zeichnet sich das Projekt Stromspar-Check durch eine intensive Netzwerkarbeit mit Energieversorgern, der lokalen Wohnungswirtschaft sowie der Sozial- und Klimaschutzpolitik in den Kommunen aus.